Programm und Profil des HGW

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Inhaltsübersicht

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Das Profil des HGW im Überblick

Zusammenarbeit mit Grundschulen

  • gegenseitige Schul-/Unterrichtsbesuche
  • "Den Übergang gestalten": Abstimmungskonferenzen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zwecks Sicherstellung eines möglichst reibungslosen Übergangs von der Grundschule in die weiterführenden Schulen
  • Einladung der ehemaligen Klassenlehrerinnen zur ersten Erprobungsstufenkonferenz im ersten Halbjahr der Jgst. 5
  • Schnuppertag für Viertklässler
  • Fußball- und Völkerballturnier für Viertklässler

Förderkonzepte, Methodenschulung und Präventionsprogramme

Förderung besonderer Begabungen und Interessen

Auslandskontakte

  • Schüleraustauschprogramme mit Schulen in den USA und Frankreich
  • Kursfahrten ins europäische Ausland
  • Krakaufahrt (Sek. II) in Kooperation mit der Gesamtschule
  • Jgst. 7: zehntägige Fahrt der Bili-Schüler nach Bexhill
  • Hgst. EF: zweiwöchiges Auslandspraktikum der Bili-Schüler in Bexhill

Studien- und Berufsvorbereitung

  • Jgst. 8: Einführung des Berufswahlpasses, Durchführung der Potenzialanalyse und der dreitägigen Berufsfelderkundung
  • Jgst. 9: Firmenvertreter besuchen und gestalten ausgewählte Unterrichtsstunden (z.B. Thema "Bewerbung" im Deutsch-Unterricht, Thema "Globalisierung und Standortfaktoren" im Erdkunde-Unterricht), Einführung in die Recherche über das Info-Portal BERUFENET der Agentur für Arbeit
  • Jgst. EF: Betriebserkundungstag im Rahmen von KURS sowie zweiwöchiges Betriebspraktikum (ggf. auch im Ausland)
  • Jgst. Q1: einwöchiges Hochschulpraktikum
  • Jgst. Q1/Q2: Berufs- und Studienberatung durch die Agentur für Arbeit (sowohl in der Gruppe als auch individuell), Fahrt zur Abiturientenmesse Einstieg in Köln

Öffnung von Schule

  • Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region (KURS)
  • Zusammenarbeit mit lokalen Kirchengemeinden
  • Tag der Offenen Tür
  • "Runder Tisch": regelmäßige, informelle Treffen von Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern zwecks Förderung schulischer Entwicklungsprozesse
  • karitative Aktionen (z.B. Wunschbaum, Tafel, "Sozialgenial")
  • fachspezifische, curricular angebundene Exkursionen

Versorgung und Betreuung

  • Mensa mit schmackhaften und preisgünstigen Menüs
  • Schulkiosk
  • Jgst. 5-9: Vertretung aller Stunden (außer mittägliche Randstunden), Übermittagsbetreuung zwischen Mittagessen und Nachmittagsunterricht (u.a. Hausaufgabenbetreuung und Tanzen), parallel dazu Hausaufgabenbetreuung durch ältere Schüler ("Schüler helfen Schülern")

Förderung des Miteinanders und der Gemeinschaft

  • Patenprogramm: Schüler der EF übernehmen Patenschaften für neue fünfte Klassen
  • Wandertage und -fahrten im Klassen-/Kursverband
  • von Oberstufenschülern organisierte Veranstaltungen: Karnevalsfeier, Martinssingen, Bunter Abend der angehenden Abiturienten, Abiball
  • Schulkonzerte
  • von Schülern gestalteter Abitur- und Weihnachtsgottesdienst
  • Spielefest der 5. Klassen
  • Sportfest
  • Schulfest

 

 

Schulprogramm des HGW

Unser Schulprogramm ist für alle am Schulleben Beteiligten verbindlich und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Seine Umsetzung wird regelmäßig überprüft und zu Beginn eines jeden Schuljahres erstattet die Schulleitung Bericht über den Stand der Umsetzung.Unser Schulprogramm stellt das Ergebnis gemeinsamer Beratungen aller an unserem Schulleben beteiligten Gremien dar.

Im Folgenden werden diejenigen Bereiche näher beleuchtet, die wesentliche Aspekte unseres Schullebens darstellen:

  1. Pädagogische Schwerpunkte
  2. Inhaltliche Schwerpunkte
  3. Schule als lebendige Gemeinschaft

 

1) Pädagogische Schwerpunkte

Gymnasiale Bildung bedeutet auch heute noch, dass Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, den Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer anspruchsvollen beruflichen Ausbildung gerecht zu werden. Dies bedeutet, dass die dazu notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten im Laufe der Schulzeit erworben werden müssen. Das Erlernen solcher Grundlagen stellt eine unverzichtbare Voraussetzung für eine im Laufe der Entwicklung größer werdende Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler dar.

Es ist wichtig, zwischen den berechtigten Wünschen nach Berücksichtigung der individuellen Fortschritte des jeweiligen Schülers in einzelnen Bereichen und den allgemeingültigen Standards zu vermitteln, ohne die eine allgemeine Beurteilung von Leistungen (wie z.B. in der Abiturprüfung) nicht gelingen kann.

Vergleichbare Unterrichtsinhalte sowie transparente und von allen Unterrichtenden eingehaltene Kriterien der Leistungsbeurteilung sind diesbezüglich für Eltern und ganz besonders für die Schüler von zentraler Bedeutung. Für uns ist dies ein wesentliches und zentrales Merkmal einer „guten Schule“.

Der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung unseres Gymnasiums versuchen alle Lehrerinnen und Lehrer des HGW (= Hollenberg Gymnasium Waldbröl) in gemeinsamer Arbeit mit den Schülerinnen, Schülern und deren Eltern gerecht zu werden. Zugleich jedoch ist es uns wichtig, dass nicht nur die entsprechenden Kompetenzen vermittelt werden, sondern auch die Persönlichkeit der Heranwachsenden im Sinne eines humanistisch-weltoffenen Menschenbildes gefördert wird. Der fruchtbare Austausch zwischen Schülern, Eltern und Lehrern sowie die Etablierung einer entsprechenden Streitkultur haben vor diesem Hintergrund eine klare Bedeutung. Schüler, die das Hollenberg-Gymnasium besuchen, sollen sich als Teil einer Gruppe von Gleichgesinnten wahrnehmen, für die die Schule nicht nur einen Lernort, sondern auch einen wichtigen Teil ihres Lebens darstellt.

Dies schlägt sich nieder in vielfältigen, außerschulischen Aktivitätsbereichen, in den Auslandskontakten, in sozialen Projekten und in der Studien- und Berufsorientierung. Unsere Schule ist eingebunden in die oberbergische Bildungslandschaft und pflegt Kontakte zu vielen außerschulischen Partnern, um unseren Schülern Möglichkeiten zur Begegnung mit anderen Menschen, zur Selbsterprobung und zur Weitung des eigenen Blicks zu ermöglichen.

Angesichts der Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft ist der Umgang mit digitalen Medien für uns selbstverständlich. Die Umstellung auf das Lehrerraumprinzip nutzen wir dazu, den Einsatz digitaler Medien zu intensivieren und unser bestehendes Medienkonzept zu überarbeiten. Die Ausarbeitung und Umsetzung von entsprechenden Konzepten schärft das Profil unserer Schule und macht Vorgänge transparent. In diesem Zusammenhang möchten wir auf unser Hausaufgaben-, Leistungsbewertungs- und Fortbildungskonzept verweisen.

 

2) Inhaltliche Schwerpunkte

 

a)     Der bilinguale Zweig

Unser gymnasiales Profil zeichnet sich insbesondere durch einen fremdsprachlichen Schwerpunkt aus. Dazu gehört u.a. der englisch-bilinguale Bildungsgang, den das Hollenberg-Gymnasium seit 1995 anbietet.  Wir freuen uns besonders über die positiven Rückmeldungen unserer ehemaligen bilingualen Schülerinnen und Schüler, die oft herausragende Positionen in allen Bereichen der Arbeitswelt erreicht haben, nicht zuletzt aufgrund der an unserer Schule erworbenen Fremdsprachenkenntnisse.

Der bilinguale Bildungsgang umfasst alle Jahrgangsstufen, wobei er kein starres System darstellt, sondern auch nachträglich noch angewählt oder verlassen werden kann.  

Schon ab der Klasse 5 erfahren die Schüler ein Mehr an individueller und allgemeiner Förderung im Fach Englisch.  Erdkunde, Politik und Geschichte werden ab Klasse 7 zunehmend in englischer Sprache unterrichtet, wobei fachliche Kompetenzen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erworben werden. Bei fortgeführter Belegung in der Oberstufe führt der bilinguale Bildungsgang zur Abiturprüfung in einem bilingualen Sachfach. Unsere Fahrten und Austauschprogramme ins englischsprachige Ausland fördern zudem die interkulturelle und internationale Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Wer den bilingualen Bildungsgang in der Oberstufe durchläuft, kann das Exzellenzlabel CertiLingua erwerben, das von vielen Hochschulen und Unternehmen im In- und Ausland unterstützt und anerkannt wird und somit als Zugangshilfe zu Hochschulen und Unternehmen sehr wertvoll ist.

 

b)     Die Arbeit in der Erprobungsstufe

Hauptziel der Erprobungsstufe ist es, von der Grundschule zum Gymnasium wechselnde Kinder mit unserer Schule vertraut zu machen und sie in das gymnasiale Arbeiten einzuführen. Diesen Anspruch realisieren wir auf mehreren Ebenen:

  • „ Abholen“ der Kinder: Die Kinder werden langsam an gymnasiales Lernen herangeführt. Die Heterogenität von Lerngruppen sehen wir als Herausforderung an, der wir uns stellen.  Wichtig ist uns hier eine Doppelstrategie: Die Kinder sollen sich schnell am Hollenberg-Gymnasium heimisch fühlen. Dies gelingt z.B. durch Kennenlerntage, Klassenfeste, aber auch durch die Paten aus der Oberstufe, die für die Kinder wichtige Ansprechpartner darstellen. In der unterrichtlichen Arbeit werden neben den inhaltlichen Schwerpunkten auch methodische und soziale Aspekte aufgegriffen und vertieft. Dies geschieht besonders auf der ersten Klassenfahrt im ersten Halbjahr der fünften Klasse unter dem Motto „Lernen lernen – Klassengemeinschaft stärken“ und ebenfalls in allen unterrichtlichen Situationen.
  • Austausch mit Grundschulen: In den vergangenen Jahren haben wir die Zusammenarbeit mit den Grundschulen in Waldbröl und Umgebung erheblich intensiviert. Wir führen gegenseitige Hospitationen durch und tauschen uns auf Bildungskonferenzen oder kollegialen Treffen über Inhalte und zu erwerbende Kompetenzen in den jeweiligen Schulen aus. Dadurch haben die zukünftigen Lehrer der 5. Klassen einen guten Einblick in die bis dahin in den Grundschulen geleistete Arbeit und die Kollegien der Grundschulen lernen die Arbeit des Gymnasiums besser kennen, so dass treffende Schulformempfehlungen ausgesprochen werden können.
  • Förderung des Miteinanders: Unser Ziel ist es, die Kinder möglichst schnell kennen zu lernen und sie darin zu bestärken, untereinander neue Kontakte zu knüpfen. Bei Problemen oder Konflikten wird im engen Austausch mit den Eltern nach Lösungen gesucht, die der Entwicklung des Kindes dienen. Durch diverse Tagesausflüge und die Klassenfahrt am Ende der sechsten Klasse erweitert sich der Horizont der Schülerinnen und Schüler im Sinne der oben angesprochenen Weltoffenheit. Die Kinder sollen ihre Klasse als funktionierende soziale Gemeinschaft erleben. Der Lernplaner sowie Elternbefragungen und der stetige Austausch zwischen Schülern, Eltern und Lehrern sorgen für schnelle Rückmeldungen.

 

c)      Die Arbeit in der Mittelstufe

Die Mittelstufe umfasst am HGW die Klassen 7 bis 9. In der siebten Klasse behalten wir noch zum Übergang den aus der Erprobungsstufe vertrauten Klassenlehrer und die Lehrer in den Kernfächern bei, bevor in Klasse 8 die Klassenleitung und die übrigen Lehrer wechseln.

Während der Klassen 7 bis 9 durchleben die meisten Schüler die Pubertät – eine auch im Rahmen der schulischen Arbeit schwierige Phase. Hier gilt es, bei auftretenden Schwierigkeiten Hilfestellungen zu geben, zugleich aber auch herausfordernde Situationen zu bieten, an denen die sich entwickelnden Persönlichkeiten der Schülerinnen und Schüler reifen können.

In den Stufen 7-9 üben die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstständiges Arbeiten und das Bewältigen komplexerer Fragestellungen ein. Wir begleiten unsere Schüler vielfältig auf ihrem Weg durch die Pubertät und geben ihnen Hilfestellungen zur Entwicklung eigener Wertevorstellungen (z.B. durch die vom Religionsunterricht begleitete Aktion „SOZIAL GENIAL“). In Klasse 9 bieten wir Aktionstage zur Drogenprävention und ein mehrtätiges Konflikt-und Selbstsicherheitstraining an. Nach Geschlechtern getrennt, bearbeiten die Schülerinnen und Schüler drei Tage lang mit externen Trainern Probleme und Fragestellungen, die das eigene Rollenverständnis betreffen und erlangen durch ausgewählte Übungen ein gestärktes Selbstbewusstsein. Einem ähnlichen Ziel dienen im Religionsunterricht durchgeführte Projekte, in denen Schülerinnen und Schüler etwa in Altersheime oder Kindergärten gehen und dort soziale Arbeit leisten.

In der Jahrgangsstufe 8 führen wir im Rahmen der Berufsvorbereitung die verpflichtende Potenzialanalyse und drei Berufsfelderkundungstage durch. Zudem findet im Rahmen des Französischunterrichts ein Austausch mit einer französischen Schule statt und die Klassen oder Kurse erleben fachgebundenen Exkursionen oder Wandertage miteinander. Gelegenheit zu sportlicher und sozialer Förderung bietet außerdem der Schulskikurs für die Jahrgänge 7 und 8.

Im Differenzierungsbereich II können die Schülerinnen und Schüler für die Stufen 8 und 9 auch schon im Hinblick auf die Fächerwahlen in der Oberstufe eigene Schwerpunkte setzen, Fähigkeiten erproben und nach Interessensgebieten wählen. Wir bieten dazu in der Regel die folgenden Fächer an:

  • Latein
  • Französisch
  • Bio-Chemie
  • Mathe-Informatik
  • Astronomie

 

d)     Die Arbeit in der Oberstufe

Die Arbeit der gymnasialen Oberstufe zielt darauf ab, Kompetenzen und Methoden zu erlangen bzw. zu erweitern, die zum Bestehen der Abiturprüfung notwendig sind. Die Arbeit in den Grund- und Leistungskursen befähigt dazu, ein Hochschulstudium oder eine berufliche Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Das Kursangebot an wählbaren Kursen soll möglichst breit gefächert sein, so dass auch landesweit weniger häufig angewählte Leistungskurse (z.B. Chemie, Französisch) belegt werden können. Die Kurslandschaft ermöglicht darüber hinaus die erfolgreiche Absolvierung der europaweit anerkannten Zusatzqualifikation CertiLingua. Eine Kooperation mit anderen Waldbröler Schulen findet dort statt, wo sie für beide Seiten als sinnvoll erachtet wird.

Im Rahmen der bestehenden Methoden- und Hausaufgabenkonzepte zielt der Unterricht auf eine Stärkung bzw. den Ausbau der folgenden Eigenschaften und Fertigkeiten

  • Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Kooperations- und Teamfähigkeit
  • Verantwortungsbereitschaft, auch über das Schulleben hinaus
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Methodenkompetenz
  • Mut zur Umsetzung eigener Ideen
  • Empathie / Einfühlungsvermögen
  • die Fähigkeit, individuelle Stärken zu erkennen, zu nutzen und weiter zu entwickeln, sich aber auch mit Schwächen konstruktiv auseinander zu setzen.

Die zunehmende Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler und das bestehende Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern zeigen sich auch in meist von den Schülern völlig selbständig durchgeführten Aktionen, z.B.: Planung und Vorbereitung von Abiturfeiern, Teilnahme am Waldbröler Weihnachtsmarkt, soziale Projekte, Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten, Planung und Durchführung eines „Bunten Abends“ der Q2 sowie diverser Stufenkonzerte  -  beides sicherlich eine Besonderheit am HGW.

Wichtig für eine gelingende Schullaufbahn in der Oberstufe ist eine sorgfältige Beratung, die Neigungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler einerseits und Pflichtbedingungen der Oberstufe andererseits in den Blick nimmt.

Vor diesem Hintergrund beginnt das HGW frühzeitig, d.h. bereits im April des Jahres, in dem die Schülerinnen und Schüler die Jahrgangsstufe 9 besuchen, mit der Information über die Sekundarstufe II. An eine Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern schließen sich individuelle Beratungen durch die Beratungslehrer an, bei denen jegliche Fragen zur Belegung und zur Schullaufbahn geklärt werden können.

Während der drei Jahre in der Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler von einem Team von zwei Beratungslehren betreut, die bei Fragen und Schwierigkeiten jederzeit ansprechbar sind. Beide Lehrer haben Unterricht - nach Möglichkeit Leistungskursunterricht – in der jeweiligen Jahrgangsstufe, so dass sie Schülerinnen und Schüler persönlich gut kennen.

Die Oberstufenkoordinatorin steht darüber hinaus für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern zur Verfügung.

In der EF (Einführungsphase, Jahrgangsstufe 10) wird ein mehrtägiges „Methodentage“ – Modul durchgeführt, in dem Schülerinnen und Schüler Formen und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennen lernen, sich mit Präsentationsformen und –medien befassen, einen kompakten Einführungskurs in die Nutzung von Microsoft Word erhalten und in die Grundlagen der Literaturrecherche eingeführt werden. Die erworbenen Kompetenzen helfen ihnen beim Verfassen ihres Praktikumsberichts am Ende von 10.1 sowie bei ihrer Facharbeit im 2. Halbjahr der Q1 (1.Jahr der Qualifikationsphase, Jahrgangsstufe 11).

Die in der EF und z.T. auch in der Q1 angebotenen Vertiefungskurse dienen dazu, grundlegende Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ggfs. fehlen, differenziert zu fördern. Sie können auf die erforderliche Wochenstundenzahl angerechnet werden. Dieses Angebot richtet sich auch und besonders an Schülerinnen und Schüler, die von anderen Schulformen ans HGW übertreten und deren Schullaufbahn gerade zu Beginn von den Beratungslehrern engmaschig betreut wird.

Die Fächer Kunst, Musik und Religion haben im Sinne einer kulturellen Bildung für das oben genannte Ziel der persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung eine besondere Bedeutung, da sich in ihrem Rahmen Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentfaltung für junge Menschen ergeben.

So haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, im Schulchor CANTO mitzusingen oder sich in einem von verschiedenen Instrumentalensembles einzubringen (HGW Projektband, Schulorchester) die regelmäßig bei Schulkonzerten auftreten. Dort wagt sich auch der aus dem vokalpraktischen Kurs der Q1 hervorgehende Chor (VOP) an die Öffentlichkeit und stellt die erfolgreiche Unterrichtsarbeit unter Beweis. Darüber hinaus haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, am Opernabonnement der Oper Köln teilzunehmen.

 

      e) Studien-/Berufsorientierung

Die bereits in der Sekundarstufe I einsetzenden Maßnahmen zur Berufsorientierung im Sinne einer Hilfestellung zur Studien- und Berufswahl werden in der Sekundarstufe II weitergeführt. In der EF findet im November ein Betriebserkundungstag statt, an dem Schülerinnen und Schüler eines der Unternehmen besuchen, die mit dem HGW im Rahmen von KURS (Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen) zusammenarbeiten. Im darauffolgenden Februar absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein zweiwöchiges Betriebspraktikum. Das Praktikum für Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges und auch für nicht-bilinguale Schüler kann wahlweise in Bexhill, England, stattfinden.

Ergänzt werden diese Angebote durch unterschiedliche weitere Veranstaltungen, wie z.B. durch Vorträge von Mitarbeitern örtlicher Betriebe in der Schule, durch Fahrten zur Abi-Messe „Einstieg“ in Köln oder auch durch eine Beratung durch Mitarbeiter der Agentur für Arbeit vor Ort.

Zu Beginn der Q1 folgt ein weiteres Praktikum, um die Berufsorientierung in der Oberstufe zu intensivieren. Hier haben die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse die Möglichkeit entweder ein zweites Betriebspraktikum oder ein Hochschulpraktikum zu absolvieren. Unsere Schule pflegt hierzu enge Kontakte zu den Hochschulen in Köln, Bonn, Siegen und Gummersbach.

Zudem können sich Oberstufenschülerinnen und -schüler beurlauben lassen, um Hochschulen im Rahmen der Hochschulinformationstage zu besuchen. Hierfür können in der Qualifikationsphase zwei selbst gewählte Tage pro Schuljahr genutzt werden, falls an diesen Tagen keine Klausuren geschrieben werden.

 

3) Schule als lebendige Gemeinschaft

Uns ist wichtig, dass die Schule nicht nur als ein Ort des Lernens und Arbeitens, sondern auch als Ort des täglichen Miteinanders gesehen wird, an dem sich möglichst alle wohlfühlen und durch ein Wir-Gefühl miteinander verbunden sind. Dies drückt sich aus in der familiären Atmosphäre und der hohen Identifikation mit unserer Schule.

Wir möchten erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler sich gerne in der Schule aufhalten. Dies hat einen positiven Einfluss auf die Lernbereitschaft und damit auch den Lernerfolg. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Schaffung eines angenehmen und ansprechenden Lernumfeldes. Folgende Maßnahmen untermauern diesen Ansatz:

  • Das innere und äußere Erscheinungsbild der Schule wurde ansprechend gestaltet (Lehrer-/ Fachraumprinzip, Mensa, Schulkiosk, Schulhofgestaltung, Schulgarten).
  • Hof- und Aufräumdienste sowie die gemeinsame Pflege des Schulgartens durch Schüler, Lehrer und Eltern tragen dazu bei, dass bei allen das Verantwortungsbewusstsein geweckt wird, das gepflegte Erscheinungsbild der Schule zu erhalten.

Der Förderung der Identifikation mit der Schule dienen auch:

  • Schulkleidung mit dem Schullogo
  • ein wechselndes Angebot außerunterrichtlicher Veranstaltungen, Übermittagsbetreuung und Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag, die verschiedene Fachbereiche umfassen und auch von Eltern sowie Schülerinnen und Schülern geleitet werden
  • Brauchtumspflege (Karnevalsveranstaltung geplant und durchgeführt von der Q1 an Weiberfastnacht)
  • eine aktive Interessenvertretung der Schülerinnen und Schüler durch die SV
  • regelmäßige schulinterne und –externe Veranstaltungen (Gottesdienste, Konzerte, Theateraufführungen, Feste, Wettkämpfe, regionale und überregionale Leistungswettbewerbe)

Ein Beispiel für diese Wettbewerbskultur am HGW liefert das Fach Mathematik. Für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe und der Mittelstufe werden jedes Jahr der Känguru–Wettbewerb und die Mathematikolympiade angeboten. Die Oberstufenschüler können an der Mathematikolympiade und am Mathematikturnier der Universität teilnehmen. Schülerinnen und Schüler unserer Schule erreichen regelmäßig die Landesrunde der Matheolympiade und belegen beim Mathematikturnier Plätze im oberen Drittel.

Die Theater-AG des HGW hat einen wichtigen Platz im Schulleben und erarbeitet jedes Schuljahr eine größere Produktion und führt diese auf. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen übernehmen dabei wichtige Aufgaben und Rollen. Außerdem unterstützen einige Schülerinnen und Schüler vor allem aus der Oberstufe diese Arbeit als Techniker oder durch die Mitgestaltung des Bühnenbildes.

Im Rahmen des Fachs Religion bietet der zweimal wöchentlich angebotene Schulbibelkreis Orientierung auf dem Glaubens- und Lebensweg. Der von Oberstufenschülern gestaltete Weihnachtsgottesdienst wie auch Schulfeste und Solidaritätsveranstaltungen zielen unter anderem darauf ab, Schülerinnen und Schülern auch in der Oberstufe das Erlebnis von Gemeinschaft und Zusammenhalt zu vermitteln.

Unsere Schule ist Teil des Lebens der Stadt Waldbröl und des Oberbergischen Kreises und verbindet Schule und Umfeld miteinander. Diesem Ziel dienen Öffentlichkeitsarbeit, kulturelle Veranstaltungen und der Tag der offenen Tür. Besuche und Mitarbeit in sozialen Einrichtungen, der Ausbau der bestehenden KURS-Partnerschaften und die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen des städtischen Lebens gehören dazu. Im Sinne der Persönlichkeitsbildung und des kulturellen Lernens  pflegen wir zahlreiche Auslandskontakte: Schüleraustausch mit Les Herbiers und Ligné (Frankreich), Mukwonago (USA); Fahrten nach Bexhill on Sea (England) im Rahmen des bilingualen Bildungsgangs; zahlreiche Schüler verbringen ein halbes oder ein ganzes Jahr im Ausland.

Wir unterstützen regionale und überregionale sozial-caritative Projekte (z.B. „Wir helfen vor Ort“, ein ökumenisches Projekt der ev. und kath. Kirchen in Waldbröl zur Unterstützung einer Schule in Westpapua).

Schulprogramm des HGW (Download)

Schulprogramm_2018.pdf