Methodentage in der Jgst. 5: Lernen lernen und Gemeinschaft stärken

Was nützt aller Unterricht, wenn man nicht gelernt hat, sich selbst zu organisieren, effizient und konzentriert zu Werke zu gehen und - last but not least - mit seinen Mitschülern zusammenzuarbeiten?

Vor diesem Hintergrund veranstaltet das HGW seit einigen Jahren in der Jgst. 5 Methodentage bzw. Pädagogische Tage, die unter dem Motto "Lernen lernen und Gemeinschaft stärken" stehen.

An diesen Tagen geht es einerseits darum, durch gruppendynamische Spiele und Aufgaben die noch junge Klassengemeinschaft und die Teamfähigkeit zu stärken - andererseits darum, den Schülern auch außerhalb des regulären Unterrichts Strategien zum erfolgreichen Lernen und Arbeiten zu vermitteln.

 

Pädagogischer Tag der Jgst. 5 im Schuljahr 2013/2014

Die im September 2013 eingeschulten Fünftklässler absolvierten am 17.10.13 ihren ersten Methodentag an der Schule. Der Katalog der bearbeiteten Themen umfasste u.a. Lernen lernen, sich selber kennen lernen, Konzentrationsübungen, Vertrauensspiele, mit den Schülerpaten eine Klassendekoration gestalten. Zwischendurch gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa.

Der Tag hat dazu beigetragen, die Klassengemeinschaft zu stärken und den Kontakt zu den Paten zu intensivieren. Die Schüler haben aber vor allem gelernt, ökonomischer zu arbeiten und so die Herausforderungen ihres Schulalltags besser zu bewältigen. "Es hat allen Spaß gemacht und wir haben viel gelernt", so die Einschätzung der beteiligten Klassen.

 

Methodentage der Jgst. 5 im Schuljahr 2012/2013

Diese Methodentage fanden am 4./5. Dezember 2012 in der Jugendherberge in Wiehl statt.

Am Dienstagvormittag standen unter der Leitung der drei Klassenlehrer Fragen der Selbst- und Arbeitsorganisation auf dem Programm: das Packen der Schultasche für den Folgetag, die Ordnung auf dem heimischen Schreibtisch, effiziente Hausaufgabenerledigung, Zeitmanagement, etc.

Am Nachmittag ging es weiter mit Übungen zur Schulung der Konzentrationsfähigkeit, die für erfolgreiches Arbeiten in der Schule unverzichtbar ist. Manch einer staunte, wie wenige Fehler man beim Abschreiben macht und wie schnell man Zahlen in der richtigen Reihenfolge verbinden kann, wenn die Konzentration stimmt.

Der für den Spätnachmittag eingeplante "Eierwurf" erwies sich als das Highlight der Methodentage. Alle Klassen wurden dazu in zwei Gruppen eingeteilt und jede Gruppe erhielt dieselbe Kniffelaufgabe: Aus Tesafilm, Pappe und Papier, deren Menge jeweils streng limitiert war, sollte innerhalb von 45 Minuten eine schützende Hülle entwickelt werden, in der ein rohes Ei einen Sturz aus dem zweiten Stock der Jugendherberge heil übersteht. Nachdem sich in den meisten Gruppen zunächst ohrenbetäubendes Geschrei beitgemacht hatte, weil einige Voreilige sofort zur Schere griffen, ohne auf die Warnungen oder Vorschläge der Mitschüler zu achten, setzte nach rund zehn Minuten der gewünschte Effekt ein: Einzelne in der Gruppe übernahmen von sich aus die Rolle eines Moderators und die verschiedenen Lösungsvorschläge wurden im Team besprochen, ehe man sich dann auf einen Konstruktionsvorschlag einigte und sich anschließend arbeitsteilig an dessen Realisierung machte. Und siehe da: Am Ende hatte keine Gruppe ihr Ei beim Basteln fallen lassen oder ihr Bastelmaterial vorzeitig verbraucht - und vier der sechs z.T. abenteuerlich anmutenden Konstruktionen erwiesen sich beim Testwurf von der Feuertreppe als funktionierender Eierschutz.

Wo so intensiv und konzentriert gearbeitet wird, dürfen Spaß und Erholung nicht zu kurz kommen. Die Abendgestaltung orientierte sich bewusst an Beschäftigungsformen, für die in vielen Familien heutzutage kaum mehr Zeit und Gelegenheit ist: Gesellschaftsspiele spielen und Gespenstergeschichten selbst ausdenken und in der Gruppe weitererzählen. Dies kam bei den Schüler ausgesprochen gut an - und manch einem wurde dabei bewusst, dass man auch ohne Handy, Computer oder iPod viel Spaß zusammen haben kann.

Nach einer erholsamen Nachtruhe und einem ausgiebigen Frühstück hieß es die Zimmer räumen und sich bereitmachen für den letzten Methodenblock: Mnemotechnik. Interessiert studierten die Schüler die Tricks der Gedächtniskünstler und probierten sie anschließend selbst aus. Viele Schüler waren erstaunt, wie schnell man damit selbst längere Texte auswendig lernen kann.

Nach einigen gruppendynamischen Abschlussspielen im Freien wurden die erschöpften, aber glücklichen Kinder am Mittwochvormittag von ihren Eltern in der Jugendherberge abgeholt. Übereinstimmender Tenor der Fünftklässler: "Wir wären gerne noch ein oder zwei Tage länger geblieben!"

(Sra)