Allgemeines

Über die Zeit nach dem Abitur sollten Sie sich frühzeitig Gedanken  machen. Ganz gleich, ob Sie eine Ausbildung, ein duales Studium oder aber ein klassisches Studium an einer Fachhochschule (neudeutsch: University of Applied Sciences) oder [Technischen] Universität anstreben - immer gilt folgender Grundsatz: Spätestens ein Jahr vor der Abiturprüfung sollten Sie sich aktiv um Ihre Zukunft kümmern und konkrete Informationen einholen.

Hinweise auf interessante Angebote in der Region (z.B. Ausbildungsplatzangebote, Messen, Schnuppertage an Hochschulen) finden Sie am Schwarzen Brett links und rechts des Vertretungsplans im Untergeschoss des Foyers. Daher sollten Sie regelmäßig einen Blick auf diese beiden Pinnwände werfen. Ebenso ist empfehlenswert, die im Foyer und im Verwaltungstrakt in den Broschürenständern ausliegenden Zeitschriften nach für Sie interessanten Titelthemen zu durchzusehen und die entsprechenden Exemplare zu Hause näher unter die Lupe zu nehmen.

Einen "Fahrplan" mit während der Q1 und Q2 empfehlenswerten Handlungsschritten in Sachen Studien-/Berufswahl finden Sie hier.

In der Oberstufe können Sie sich nicht nur bei der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach (Außenstelle Gummersbach) - zuständig für Oberstufenschüler und Abiturienten ist dort Herr Flettschock (Terminanmeldung unter Tel.: 0800-4555500) - , sondern auch an der Schule zu Fragen der Berufs- und Studienfachwahl beraten lassen - zuständig hierfür ist Frau Dr. Schramm.

Darüber hinaus sollten Sie die von der Schule unterstützten Angebote nutzen, z.B. das einwöchige, fakultative Hochschulpraktikum in der Q1, das seit dem Schuljahr 2014/15 angeboten wird - zuständig hierfür ist Frau Schoppmeier -, oder die Fahrt zur Abi-Messe "Einstieg" in Köln im Februar jedes Jahres. Zudem können Sie sich beurlauben lassen, um für Sie interessante Hochschulen im Rahmen der sog. Hochschulinformationstage zu besuchen. Hierfür stehen Ihnen in der Qualifikationsphase zwei selbst gewählte Tage pro Schuljahr zu - natürlich nur solche, an denen keine Klausuren angesetzt sind. Eine Terminübersicht mit den Informationstagen der deutschen Hochschulen finden Sie hier.

Zwecks Vorentlastung von Beratungsgesprächen empfiehlt es sich, die auf dieser Seite aufgeführten Online-Hilfen einschließlich der Informationsportale (vgl. Textbox rechts) zu Rate zu ziehen. Viele Fragen, v.a. solche zu möglichen Studienorten und -gängen, lassen sich erfahrungsgemäß bereits auf diesem Wege klären.

Unser Tipp: Wenn Sie sicher wissen, dass Sie auf jeden Fall ein Studium aufnehmen möchten, finden Sie bei Studifinder gute Tests zu der Frage, welcher Studiengang zu Ihnen passt, und Informationen darüber, welche Hochschule in NRW welche Studiengänge anbietet. Weiterhin zur ersten Orientierung in Sachen Studium gut geeignet ist Wege ins Studium.

 

 

"Ich weiß überhaupt nicht, was ich werden soll"

Falls Sie in Sachen Berufs-/Studienfachwahl noch völlig ratlos sein sollten, weil Sie sich Ihrer eigenen Interessen und Stärken zu wenig bewusst sind, empfiehlt sich die Durchführung eines entsprechenden Tests. Aber auch für diejenigen von Ihnen, die bereits eine Richtungswahl getroffen haben, kann es ratsam sein, die eigene - oft intuitiv oder auf Anraten anderer Personen getroffene - Entscheidung noch einmal anhand eines objektiven Tests zu überprüfen.

Im Internet finden Sie eine Vielzahl von Neigungs- und Eignungstests, die spontan online durchgeführt werden können. Sofern derartige Tests kostenlos angeboten werden, sind sie in der Regel recht kurz und oberflächlich gehalten, werden über simple Computer-Algorithmen ausgewertet und besitzen daher nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Eine Ausnahme in diesem Spektrum bildet der vom Bildungsministerium NRW geförderte Studifinder NRW, der gratis angeboten wird und dennoch verhältnismäßig komplex angelegt ist (Hinweis: Registrierung erforderlich).

Empfehlenswerter und verlässlicher sind jedoch Tests, die mehrschichtig und daher umfangreich angelegt sind, unter kontrollierten Bedingungen absolviert werden und von Experten entwickelt und ausgewertet werden - und daher auch nicht gratis angeboten werden.

Für Oberstufenschüler des HGW besteht jedes Jahr die Möglichkeit, zu einem festgesetzten Termin an einem beruflichen Eignungstest des renommierten geva-Instituts teilzunehmen, für den derzeit eine Teilnahmegebühr von 25,00 Euro p.P erhoben wird. In diesem rund dreistündigen Test - der zudem eine gute Vorbereitung auf spätere Auswahltests an Universitäten und in Betrieben darstellt - werden die persönlichen Interessen sowie die eigenen Stärken/Schwächen mit Hilfe von Selbsteinschätzungsfragen und eines umfangreichen Leistungstests ermittelt. Auf dieser Basis wird von Experten eine mehrseitige Auswertung (inkl. Empfehlungen für spätere Ausbildungsberufe oder Studienfächer und wertvollen Tipps für das weitere Vorgehen) erstellt.

Auf Wunsch kann  anhand der Ergebnisse gegen Gebühr ein detailliertes Zertifikat ausgestellt werden, das Sie späteren Bewerbungsschreiben beilegen können. Viele Arbeitgeber schätzen die Aussagekraft derartiger Zertifikate mindestens genauso hoch ein wie die von Schul- bzw. Abiturzeugnissen, so dass die Vorlage eines solchen Zertifikats für Sie einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern bedeuten kann.

Unabhängig von dem Angebot der Schule kann der oben beschriebene Eignungstest ("Eignungstest Berufswahl A") auch jederzeit individuell online absolviert werden, allerdings sind hiermit höhere Kosten (derzeit 38,00 Euro) verbunden. Nähere Informationen zu dieser Möglichkeit finden Sie hier.

 

 

Hinweise und Tipps rund um das Studium

Ein klassisches Studium eröffnet Ihnen Möglichkeiten in Richtung des wissenschaftlichen Arbeitens bzw. der Forschung, während ein duales Studium eher die Verknüpfung von Theorie und Praxis in den Vordergrund rückt. Duale Studiengänge sind meist etwas straffer und weniger flexibel organisiert als konventionelle Studiengänge, bieten jedoch in der Regel den Vorteil, dass man schon während des Studiums eine Vergütung erhält und dass bei Abschluss des Studiums gute Chancen auf eine Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb bestehen.

Hinweis: Eine umfangreiche Broschüre zu dualen Studiengängen im Südteil NRWs  sowie einen allgemeinen Überblick über das Thema "Duales Studium" können Sie rechts herunterladen.

Ähnliches gilt für zahlreiche Ausbildungsgänge im Bereich des Öffentlichen Dienstes (sog. gehobener Dienst, z.B. bei der Bundespolizei oder in der Finanzverwaltung): Während des sog. Vorbereitungsdienstes, der aus einem Studium an einer speziellen Fachhochschule und berufspraktischen Abschnitten besteht, werden Anwärterbezüge gezahlt. Eine Übersicht über Berufe mit FH-Studium im Öffentlichen Dienst finden Sie hier.

Auch wenn es Sie intuitiv zu Universitäten in der Region ziehen und das Stichwort "Ostdeutschland" eher negative als positive Assoziationen bei Ihnen wecken sollte: Ein Studium in den neuen Bundesländern ist aus vielen Gründen (hier mehr dazu) eine ausgesprochen empfehlenswerte Alternative zu einem Studium im Westen der Republik.

Da die Bewerbung um einen Medizinstudienplatz etwas anders organisiert ist als bei fast allen anderen Studiengängen, sollte man sich mit diesen Besonderheiten vertraut machen, sofern man Medizin studieren möchte, z.B. auf dieser Seite.

Wer sich für ein Studium der Natur-, Ingenieur- oder Wirtschaftswissen-schaften interessiert, sollte in Erwägung ziehen, diese Fächer von Anfang an auf Englisch zu studieren: Große Teile der Fachliteratur sind in dieser Sprache geschrieben und für eine herausgehobene berufliche Funktion in diesen Branchen sind fließende Englischkenntnisse sowie die Fähigkeit, Kontakte zu Partnern aus anderen Kulturkreisen aufbauen und erfolgreich pflegen zu können, heutzutage selbstverständlich. Englischsprachige Studiengänge, die dank ihrer internationalen Ausrichtung in der Regel auch ein bis zwei fertig strukturierte und optimal in den Studienablauf integrierte Auslandssemester umfassen, gibt es übrigens auch in Deutschland. Eine entsprechende Übersicht finden Sie unter International Programmes in Germany oder alternativ über den Studienfinder (hierzu in der Suchmaske bei "Studienform" "internationaler Studiengang" anklicken). Die meisten der hier aufgeführten Hochschulen sind öffentliche Hochschulen, die keine oder nur geringe Studiengebühren fordern. Wer hohe Studiengebühren und hohe Leistungsanforderungen nicht scheut, der sollte private Hochschulen in dieser Liste (z.B. die WHU in Vallendar im Bereich Manangement) näher unter die Lupe nehmen, da diese Hochsschulen zumeist eine exzellente Ausbildung und umfangreiche Stipendienprogramme bieten. Da englischsprachige Studiengänge bevorzugt von ausländischen, oft auch nicht-europäischen Stipendiaten gewählt werden, kann man ganz nebenbei in solch einem Studiengang seine interkulturelle Kompetenz erweitern.

Für letzteres ist ein Studium im Ausland jedoch klar die erste Wahl, denn nur dann tauchen Sie Tag und Nacht nicht nur in eine andere Sprache, sondern auch in eine andere Kultur und Mentalität ein, was Sie für Ihr weiteres Leben nachhaltig prägen wird. Eine Checkliste zur Vorbereitung eines Studienaufenthaltes im Ausland finden Sie hier. Ausland muss nicht immer weit weg sein: Neben einem Studium im deutschsprachigen Ausland (Österreich und Schweiz) könnte auch ein Studium in den Niederlanden eine interessante Option sein, zumal hier Studiengänge angeboten werden, die es in dieser Form in Deutschland nicht gibt. Auch liegen die Hürden für eine Zulassung oft niedriger als bei uns. Interessiert? Dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf folgende deutschsprachige Portale: Studieren in Holland und Studienscout NL.

Denjenigen von Ihnen, die sich vorstellen können, eine Offizierslaufbahn einzuschlagen und sich dementsprechend für mehrere Jahre zu verpflichten, steht ein Studium bei der Bundeswehr offen. Parallel zu Ihrem Fachstudium übernehmen Sie sehr früh Führungsaufgaben und -verantwortung, weswegen Absolventen der Bundeswehr-Universitäten (München bzw. Hamburg) auch bei zivilen Arbeitgebern sehr gefragt sind.

Noch ein paar Hinweise zur Studienfinanzierung: Wenn Sie bzw. Ihre Eltern befürchten, durch Ihr Studium an finanzielle Grenzen zu stoßen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen BAföG erhalten und/oder einen Bildungskredit aufnehmen. Beide können sowohl für ein Studium im Inland als auch im Ausland beantragt werden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe Stipendien vergebender Stiftungen und Institutionen, die höchst unterschiedliche Auswahlkriterien zugrundelegen. Anders formuliert: Man muss nicht zwangsläufig ein Einser-Abiturient sein, um ein Stipendium zu erhalten. Wer möglichst schnell wissen will, welche Organisationen welche Art von Stipendien vergeben, sollte die umfangreiche Stipendiendatenbank des BMBF zu Rate ziehen. 

 

 

Suche nach einem Studienplatz

Wenn Sie bereits wissen, was oder wo Sie studieren möchten, können Sie z.B. über den Finder des Studienführers Deutschland nach einem passenden Studiengang in Deutschland und in einigen unserer Nachbarstaaten Ausschau halten.

Wenn Sie wissen möchten, wie die deutschen Hochschule in einzelnen Fachbereichen im bundesweiten Vergleich abschneiden, sollten Sie das CHE-Hochschulranking zu Rate ziehen. Unter www.studycheck.de  können von Studenten verfasste Bewertungen einzelner Hochschulen und Studiengänge abgerufen werden.

Für den Fall, dass Ihr Wunsch-Studiengang mit einer Zulassungsbeschränkung (Numerus Clausus / NC) versehen ist, können Sie sich hier über das weitere Vorgehen informieren.

 

 

 

Suche nach einem Ausbildungsplatz

Einen guten Überblick über duale Studiengänge und Möglichkeiten der betrieblichen Ausbildung bis hin zur Suche nach freien Ausbildungsplätzen bietet Ausbildung plus.

Wenn Sie bereits wissen, in welcher Branche und Region NRWs Sie eine betriebliche Ausbildung beginnen möchten, können Sie an dieser Stelle auf die Suche nach einem freien Ausbildungsplatz gehen (Hinweis: Sie verlassen hier die Seiten des HGW.):

Sich bewerben - aber wie?

Abi.de bietet Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung inkl. Vorlagen - ganz gleich für welchen Zweck (Praktikums-, Ausbildungs-, Studienplatz etc.).

Eine ausgesprochen umfangreiche Sammlung von Word-Vorlagen für attraktiv und gestaltete Lebensläufe - angereichert mit wertvollen Tipps zur Bewerbung - finden Sie unter lebenslaufgestalten.de.

Gute Tipps für das erfolgreiche Bewerbungsgespräch speziell für Ausbildungsplätze gibt es beim neu gestalteten Portal planet-beruf des Arbeitsamtes und hier.

 

 

Alternativen zu Ausbildung und Studium

Vielleicht wissen Sie noch nicht genau, wie es bei Ihnen nach dem Abitur weitergehen soll, vielleicht möchten Sie auch bewusst eine Auszeit nehmen oder Sie müssen eine Wartezeit bis zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums in Kauf nehmen.

In diesen Situationen könnte neben einem betrieblichen Praktikum ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr (beide können sowohl im In- als auch im Ausland abgeleistet werden) eine lohnende und bereichernde Tätigkeit sein. Eine umfassende Datenbank mit zu besetzenden Stellen im Freiwilligendienst in ganz Deutschland bietet der Bundesfreiwilligendienst.

Wen es ausschließlich ins Ausland zieht, der sollte sich über Au-Pair-Programme und Work-and-Travel-Programme informieren. Unterstützung bei der Organisation von Auslandsaufenthalten aller Art findet man z.B. bei Praktikawelten - jedoch kostet dieser Service auch etwas. Die Zahl der Anbieter im Bereich des sog. Voluntourism (d.h. Kombination von Freiwilligendienst im Ausland und touristischem Programm, zumeist als Pauschalpaket buchbar) wächst von Jahr zu Jahr. Die damit verbundene Kommerzialisierung führt dazu, dass nicht alle Anbieter Qualitätsprodukte anbieten. Folgendes sollte ein Warnzeichen sein:

  • Man verlangt von Ihnen kein polizeiliches Führungszeugnis, obwohl Sie verantwortungsvolle Tätigkeiten (z.B. Betreuung von Heimkindern) übernehmen;
  • Sie werden zu keinem Bewerbungsgespräch, Eignungstest und/oder Vorbereitungsseminar eingeladen, obwohl die zu übernehmende Tätigkeit (z.B. wegen der großen kulturellen Unterschiede) anspruchsvoll ist;
  • es kann kein Kontakt zu Ehemaligen vermittelt werden.

Für die Überbrückungszeit zwischen Abitur und Studium könnten darüber hinaus Sprachkurse/-reisen und Kurse im IT-Bereich (z.B. professioneller Umgang mit Standardprogrammen in den Bereichen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank, Bildbearbeitung, Website-Erstellung und -design) etwas sein, das sich später auszahlt. Unternehmen setzen aus Gründen der Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit im IT-Bereich zunehmend auf den ECDL, den europäischen Computerführerschein, der solide Grundkenntnisse in allen relevanten Bereichen der IT (dazu gehören z.B. auch Datenschutz, Projektplanung und Schreibnormen) bescheinigt und international anerkannt wird. Mehr zum ECDL erfahren Sie hier.

Unabhängig davon profitiert jeder Arbeitnehmer davon, wenn er das 10-Finger-System beherrscht, denn das erleichtert und beschleunigt das Schreiben am Computer immens. Hierfür muss man nicht einmal Kurse besuchen, sondern kann dies kostenlos und bequem am heimischen PC erlernen, z.B. hier.

Weitere Tipps und Antworten auf Fragen zum Thema "Überbrückungszeit" finden Sie hier.

 

 

News für Schulabgänger

Ganz gleich, ob Sie nach dem Abitur studieren, eine Ausbildung beginnen oder sich eine Auszeit gönnen möchten: In der folgenden News-Liste werden auch Sie sicher etwas für Sie Interessantes und Relevantes finden (Hinweis: Sie verlassen hier die Seiten des HGW.):