Berufsorientierung (Jgst. 8-10)

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Inhaltsübersicht

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Allgemeines

Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" (kurz: KAoA) sieht vor, dass ab dem Schuljahr 2016/2017 die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen mit Beginn der Jgst. 8 eine einheitliche und systematische berufliche Orientierung und Beratung erfahren, bei der auch die Eltern mit einbezogen werden.

Sämtliche Aktivitäten, die mit der Berufs-und Studienorientierung in Zusammenhang stehen, werden von den Schülerinnen und Schülern in einem speziellen Ordner, dem Berufswahlpass, dokumentiert. Dieses Portfolio wird am HGW parallel zu Potenzialanalyse verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler eingeführt und bis zum Abitur weitergeführt.

Nachfolgendes Schaubild zeigt, welche Standardelemente der Berufs- und Studienorientierung (kurz: SBO) wann in den Schulen NRWs umzusetzen sind:

Potenzialanalyse (Jgst. 8, 1. Halbjahr)

Ziel der eintägigen Potenzialanalyse (kurz: PA), die durch externe Bildungsträger durchgeführt (im Falle des HGW ist dies seit dem Schuljahr 2016/2017 das Unternehmen t-droste auch Much) und aus Landesmitteln finanziert wird, ist es, Interessen und Stärken der Schüler zu ermitteln. Dies geschieht innerhalb eines eintägigen Verfahrens, in dessen Rahmen u.a. Selbsteinschätzungen, Rollenspiele und Interviews vorgenommen werden. Im Einzelnen geht es bei der PA um Folgendes:

  • Erkennung und Nutzung von Schlüsselqualifikationen (relevant für Fächerwahlen in der Oberstufe und für Wahl des Praktikumsbetriebes)
  • Ermittlung von studien– und berufsfeldbezogenen Kompetenzen, Neigungen und Interessen (s.o.)
  • Eröffnung realistischer Perspektiven und Möglichkeiten in Studium und Beruf
  • Einüben von Vorstellungsgesprächen und Einblicke in Einstellungstestverfahren

Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden in einer für alle Schüler einheitlichen Form verschriftlicht (hier finden Sie ein Beispiel für eine solche Auswertung) und in den darauffolgenden Tagen in einem ca. 20-30-minütigen Einzelgespräch, zu dem auch die Erziehungsberechtigten eingeladen werden, besprochen.

Mit der PA soll sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch deren Eltern die Möglichkeit gegeben werden, sich auf der Basis erkennbarer Stärken und Interessen erstmalig näher und zielorientiert mit dem Thema Berufs- und Studienfachwahl auseinanderzusetzen.

Berufsfelderkundung (Jgst. 8, 2. Halbjahr)

Sobald den Schülerinnen und Schülern klar ist, worin ihre persönlichen Interessen und Stärken liegen, sollen diese Gelegenheit erhalten, letztere auch praktisch zu erproben. Daher erkunden alle Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr der Jgst. 8 drei verschiedene Betriebe an drei zentral auf Kreisebene festgesetzten Tagen (sog. Berufsfelderkundung, kurz: BFE). Details zur diesjährigen BFE entnehmen Sie bitte dem rechts herunterladbaren Dokument (Ablauf_PA_BFE 2018_2019). Manchmal verlangen die Unternehmen bei der Vereinbarung eines Praktikumsplatzes eine Schulbescheinigung. Auch diese können Sie rechts herunterladen, ausfüllen und von Frau Behrendt im Sekretariat unterschreiben und abstempeln lassen.

Die Betriebe, die nach Möglichkeit den im Rahmen der PA empfohlenen Berufsfeldern der Schüler entsprechen sollten, werden von den Schülerinnen und Schülern selbst kontaktiert und ausgewählt. Zur Erleichterung dieses Prozesses wird eine Datenbank mit Betrieben aus dem Oberbergischen, die derartige Kurzpraktiika-Plätze anbieten, zur Verfügung gestellt, über welche die Praktikaplätze direkt online gebucht werden können. Die Ergebnisse der drei Berufsfelderkundungstage werden in Kurzform im Berufswahlpass dokumentiert.

Einführung in die Online-Angebote der Agentur für Arbeit

Im Laufe des 9. Schuljahres erhalten alle Schülerinen und Schüler die Gelegenheit, die Online-Angebote BerufeNet und PlanetBeruf kennenzulernen. Die Einführung in die Nutzung dieser Info-Angebote und Datenbanken ersetzt den bisherigen Besuch des BIZ-mobil in Aula des HGW. Die Schüler erfahren, wie sie sich im Überblick, aber auch gezielt über Ausbildungsberufe und Studiengänge informieren können und wie sie das für sie jeweils am ehesten passende Berufsfeld ermitteln können. Dabei werden sie sich durch den für das HGW zuständigen Mitarbeiter der Arbeitsagentur in Gummersbach, Herrn Flettschock, beraten und unterstützt.

Bewerbungstraining

Im Rahmen des Deutschunterrichts lernen die Schülerinnen und Schüler in der Jgst. 9, wie man ein Bewerbungsschreiben formuliert und welche Anlagen man in welcher Form aufbereitet. Um das Verharren auf der rein theoretischen Ebene zu vermeiden, werden Vertreter der KURS-Partnerunternehmen in die Schule eingeladen, die den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf Wunsch auch Bewerbungsgespräche simulieren.

Betriebserkundungstag (Jgst. 10, 1. Halbjahr)

Um einen Einblick in innerbetriebliche Abläufe zu erhalten, besuchen alle Schülerinnen und Schüler der Jgst. 10 traditionell im November einen Tag lang eines unserer fünf KURS-Partnerunternehmen. Näheres dazu finden Sie hier.

Betriebspraktikum (Jgst. 10, 1. Halbjahr)

Um erste Einblicke in innerbetriebliche Abläufe weiter interessensorientiert vertiefen zu können, absolvieren alle Schülerinnen und Schüler der Jgst. 10 im Januar ein zweiwöchiges Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl. Während dieser zwei Wochen erkunden sie "ihren" Betrieb unter verschiedenen Fragestellungen und dokumentieren ihre Eindrücke in einem mehrseitigen Praktikumsbericht. Dieser Bericht dient zugleich dazu, methodische Grundfertigkeiten zu erwerben, die für die Abfasssung der Facharbeit in der Jgst. 11 unverzichtbar sind (u.a. Einhaltung von Layout-Vorgaben, formal korrektes Zitieren, Arbeit mit Fußnoten, automatische Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses, Einbindung von beschrifteten Abbildungen). Diese Fertigkeiten werden in der Jgst. 10 im Rahmen spezieller Methodentage erworben. Detaillierte Informationen zum Betriebspraktikum erhalten Sie hier.